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  • Wir säubern Univiertel – Blériot-Familien packen mit an

    Wir säubern Univiertel – Blériot-Familien packen mit an

    Am Samstag, den 20. Juni 2026, hat die ARGE Univiertel konkret e.V. zur Bürger-Putzaktion „Wir säubern Univiertel“ eingeladen. Das Motto: „Gemeinsam machen wir unser Viertel sauber und schön.“ Treffpunkt war um 10:00 Uhr am Europaplatz. Dort wurden Müllsäcke, Greifzangen, Eimer und Arbeitshandschuhe an alle Helferinnen und Helfer ausgegeben – dann ging es in kleinen Gruppen auf die Grünflächen und Wege im Viertel.

    Treffpunkt am Europaplatz: Ausgabe von Müllsäcken und Handschuhen
    Treffpunkt am Europaplatz – Ausgabe von Müllsäcken, Greifzangen und Handschuhen.

    Auch Familien der Blériot-Grundschule haben die Aktion wahrgenommen und fleißig mit angepackt – Erwachsene und Kinder gemeinsam. Das lag nahe: Unsere Schule liegt mitten im Univiertel, die Grünflächen rund um den Europaplatz sind für viele unserer Kinder Schulweg, Spielplatz und Pausenort zugleich. Ein sauberes Viertel kommt ihnen also jeden einzigen Tag zugute.

    Gesucht – und leider viel zu oft gefunden – wurde überall dort, wo man im Alltag vorbeigeht: an Bänken, in Hecken und Beeten, entlang der Wege. Der mit Abstand größte Posten waren Zigarettenkippen, dazu kamen Kronkorken, Verpackungsreste, Einwegbecher und Glasscherben. Jeder volle Eimer war dabei auch ein kleiner Motivationsschub: Man sieht dem Viertel das Ergebnis sofort an.

    Eimer voller gesammelter Zigarettenkippen
    Der traurige Hauptposten: Zigarettenkippen, massenhaft.

    Nach zweieinhalb Stunden war deutlich zu sehen, was gemeinsames Anpacken bewirkt: Zahlreiche gefüllte gelbe Säcke und Eimer kamen am Treffpunkt zusammen – gesammelt von Menschen aus dem Viertel, die an einem sonnigen Samstagvormittag lieber aktiv wurden, als sich über den Müll zu ärgern.

    Gefüllte gelbe Säcke und Eimer nach der Putzaktion
    Die Ausbeute nach zweieinhalb Stunden: zahlreiche volle Säcke und Eimer.

    Zum Abschluss gab es für alle Helferinnen und Helfer Kaffee und Kuchen – ein schöner, verdienter Ausklang in geselliger Runde. Genau so soll Nachbarschaft funktionieren: Viele Hände, ein Ziel, unser Univiertel.

    Kaffee und Kuchen für die Helferinnen und Helfer nach der Aktion
    Verdiente Stärkung: Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen.

    Übrigens zeigt genau so eine Aktion, worauf es beim Ehrenamt wirklich ankommt: Man braucht kein Geld, um Gutes zu tun – man kann auch einfach seine Zeit spenden. Beim Säubern des Viertels genauso wie bei den Projekten unseres Fördervereins: Jede helfende Hand zählt. Und die Kinder lernen ganz nebenbei, dass es sich lohnt, Verantwortung für die eigene Umgebung zu übernehmen.

    Wir als Förderverein sagen Danke – an die ARGE Univiertel konkret e.V. für die Organisation und an alle, die mitgemacht haben. Besonders freut uns, dass Blériot-Familien dabei waren: Engagement für die Schule und fürs Viertel gehört für uns einfach zusammen. Bei der nächsten Aktion sind wir gerne wieder dabei!

  • KI-Experiment

    KI-Experiment

    Nachdem wir im September 2025 einen LinkedIn-Post von Dr. Schiele gesehen hatten, entstand bei uns eine Idee – und ehrlich gesagt auch ein bisschen Hoffnung.

    Dr. Schiele hatte zehn Bildpaare erstellt: Zwei Motive, die sich sehr stark ähneln. Eines davon ist ein echtes Foto, das andere wurde mit KI generiert. Diese Bildpaare wurden dann Schüler:innen und Lehrer:innen vorgestellt und sie mussten raten, welche davon echt sind und welche fake.

    Die Ergebnisse haben uns Hoffnung gegeben, dass unsere Kinder sich in einer KI dominierten Welt doch viel besser zurechtfinden werden als bisher vielleicht gedacht. Für Erwachsenere wird es schwerer sein.

    Aber eine Klasse, bzw. ein Post, das ist zu wenig, um diese Hoffnung zu bestätigen. Herr Dr. Schiele hat uns daher seine Bilderpaare zur Verfügung gestellt und wir konnten sie einmal testen – gar nicht zu einfach. Danke Herr Dr. Schiele!

    Um aber junge Menschen zu testen, wollten wir an eine Schule. Also haben wir uns auf den Weg in die Blériot-Grundschule Augsburg-Universitätsviertel gemacht – vielen Dank an Herrn Wacek und den Lehrer:innen der Schule!

    Vier 3. und zwei 4. Klassen waren mutig genug teilzunehmen:

    Unser Test an der Blériot-Grundschule (Augsburg – Universitätsviertel)

    Gemeinsam mit der Blériot-Grundschule haben wir den Test in insgesamt sechs Klassen durchgeführt: vier 3. Klassen und zwei 4. Klassen. Ziel war simpel: Können die Kinder (und die Erwachsenen) erkennen, welches Bild real ist – und welches ein KI-Fake?

    Zur Einordnung: Florian Ludwig, der sich seit Jahren täglich mit KI beschäftigt, kam selbst „nur“ auf rund 70% richtige Antworten – und musste bei einigen Paaren wirklich lange überlegen.

    Genau das machte den Test für uns so spannend.

    Ergebnisse

    Kurz gesagt: Dr. Schieles Ergebnisse lassen sich reproduzieren!

    • Alle Klassen erreichten mindestens 90% Trefferquote.
    • Eine Klasse entlarvte sogar ein besonders schwer zu erkennendes KI-Bild und schaffte die 100%!
    • Auch die Lehrer:innen mussten sich nicht verstecken und lagen meist bei über 70% – wobei man fairerweise sagen muss: Die Dynamik in der Klasse und die sehr klaren Einschätzungen der Schüler:innen hatten einen gewissen Einfluss. Aber in einem Fall haben sie die Schüler:innen klar geschlagen.

    Was uns besonders überrascht hat: Tempo und Sicherheit

    Nicht nur die Treffsicherheit war beeindruckend – sondern vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Schüler:innen zu ihren Entscheidungen kamen. Während ich (Florian) oft mehrere Sekunden – manchmal deutlich länger – abwägen musste, fiel die Entscheidung bei vielen Kindern gefühlt nach dem ersten Blick.

    Ein Ausreißer: Bildpaar 9

    Trotz insgesamt starker Ergebnisse gab es ein Bildpaar, das auffällig häufig falsch eingeschätzt wurde. Bei Bildpaar 9 zeigte sich eine klare Tendenz zur falschen Wahl:

    • Nur eine Klasse konnte dieses Bildpaar korrekt entlarven – und auch das nur knapp.
    • In genau diesem Fall konnten die Lehrer:innen einmal punkten: Obwohl sich in einer Klasse fast alle Schüler:innen sehr sicher auf eine Seite festgelegt hatten (und zuvor fast immer richtig lagen), entschied sich ein Lehrerpaar bewusst für die andere Option – und lag damit richtig.

    Fazit

    Insgesamt sind wir sehr zufrieden – und ehrlich erleichtert. Die heranwachsende Generation macht in diesem kleinen Test einen sehr medienkompetenten Eindruck. Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis: Kinder sind nicht automatisch „schutzlos“ gegenüber KI-Bildern. Im Gegenteil – viele scheinen bereits ein erstaunlich gutes Gefühl dafür zu haben, wenn etwas nicht stimmt.

    Durchgeführt wurde das Experiment gemeinsam mit der Augsburger KI-Community Aux Valley — dort erscheint auch der Community-Bericht mit allen Hintergründen.